Buchtipp des Monats der Pfarrbücherei

Maja Lunde
Die Geschichte der Bienen

Die Autorin, 1975 in Oslo geboren, sorgte mit diesem Roman zunächst in Norwegen und jetzt international für Furore. Sie hat 3 heranwachsende Söhne und fragt sich entsprechend wie die Welt für die nachfolgenden Generationen aussehen wird.

Der Roman geht wohl auf drei Fragen zurück. Erstens, warum sterben die Bienen (die Geschichte von William, Mitte des 19. Jh. in England),
Zweitens, wie fühlt sich ein Imker der seine Völker verliert (die Geschichte von George, 2007 in USA) und
Drittens, wie wird die Welt aussehen, wenn es keine Bienen mehr gibt(die Geschichte von Tao, 2098 in China.)
Mit diesem Szenario beginnt der Roman. Alle drei Geschichten werden im Wechsel aus der Ich-Perspektive erzählt. Sie sind so kunstvoll miteinander verwoben, dass daraus eine Geschichte der Bienen entsteht. Eine geniale Idee. Trotzdem handelt es sich nicht um eine trockene, naturwissenschaftliche Lektüre, vielmehr ist es ein unterhaltsamer  und teilweise spannender Roman.
Im Vordergrund steht nicht die Umweltbotschaft, sondern das Shicksal der drei
Menschen und iher Familien von denen M. Lunde erzählt.

Das Buch regt zum Nachdenken an, es geht neben der Bienengeschichte auch um Aufbau und Verlust, um Erfolg und Niederlage, um Gier und Profit im Leben, um das Verhältnis von Eltern zu ihre Kindern und vorallem um die Natur, was es heißt sie zu genießen und sie für die Zukunft zu schützen.